Weiterbildung StaatDer Staat und das Lebenslange LernenDeutschland nimmt im Bereich der Weiterbildung keinen glanzvollen Platz im internationalen Ranking ein. Dabei stellt die Ausbildung und das Know How der arbeitenden Bevölkerung einen erheblichen Beitrag zu unserem Kapital auf dem Weltmarkt dar. Dies ist unserer Regierung durchaus bewusst und so möchte sie nun unser berufliches Wissen und das lebenslange Lernen aktiv fördern. Die Beteiligung der Erwerbstätigen an der beruflichen Weiterbildung soll deutlich steigen, um den Anschluß an den Wettbewerb nicht zu verlieren.
In diesem Zusammenhang möchte die Regierung ein Bündnis mit allen an der Weiterbildung beteiligten Akteuren anstreben, um etwas Struktur und Ordnung in den bisher doch recht unübersichtlichen Markt zu schaffen. Man versucht auch von staatlicher Seite sich in dem Dschungel der 20 000 Weiterbildungsanbieter einen Überblick zu verschaffen. Inwieweit dies gelingen kann wird sich noch zeigen. Bis jetzt sind gerade die Weiterbildungsträger, die nicht sonderlich bekannt bzw. nicht schon lange auf dem Markt sind, schwer zu erfassen. Selbst für die Regierung. Die Weiterbildungsforschung muss in diesem Zusammenhang verstärkt werden, um auch kleinere und unbekannte Weiterbildungsträger erfassen und qualitativ beurteilen zu können. Ergänzend soll die Bedeutung des Lebenslangen Lernens durch eine bundesweite Kampagne der Bevölkerung vermittelt werden. Auch der Einsatz von einheitlichen und deutschlandweiten Förderprogrammen im Weiterbildungsbereich werden aktuell geprüft. Gerade die Geringqualifizierten, die bisher in der Weiterbildung am schwächsten sind und gerade diese benötigen würden, sollen an die Weiterbildung herangeführt werden.
Das Ziel der Regierung ist bis 2015 alle Erwerbstätigken jährlich zu 50% - 80% weiterzubilden.Wir dürfen gespannt sein.
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