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Auch Ihre Mimik, Ihre Gestik und unbewusste Lautgebungen (z.B das Aufstöhnen bei einer Frage, vor der Sie Angst haben) und sonstige Körperausdrücke, die Sie sich im Laufe Ihres Lebens angeeignet haben, erzählen Ihrem Gegenüber viel von Ihnen. Meist übrigens viel mehr Wahres als das was Sie tatsächlich sagen.
Es geht in einem Vorstellungsgespräch nicht darum bewegungslos wie ein Denkmal zu verharren! Vielmehr sollten Sie darum bemüht sein, die eigene Sprache des Körpers besser kennen zu lernen und die Haltungen zu verändern, die bei Ihren Gegenübern störend ankommen könnten. Generell sollten Sie üben, entspannt, jedoch aufmerksam sitzen und sprechen zu können.
Da uns die andere Menschen verstörenden Haltungen in der Regel nicht bewusst sind, empfehlen wir Ihnen folgende Übung: Setzen Sie sich auf einen Stuhl und üben Sie verschiedenen Sitzpositionen. Vielleicht fällt Ihnen auf, bei welcher Position Sie sich am besten fühlen, und vor allem wie Sie sich dabei fühlen (angenehm, überheblich, arrogant, klein, unterwürfig, ebenbürtig, wohl) und welche Position weniger geeignet für Sie ist. Um Ihren weiteren nonverbalen Körpersignalen auf die Spur zu kommen, können Sie eine Person Ihres Vertrauens um Mithilfe bitten. Üben Sie das Vorstellungsgespräch mit einer Person Ihrer Wahl und gehen Sie bei der Übung vor allem auch auf die besonders kritischen Felder Ihres Lebenslaufes, Ihrer persönlichen Situation und ähnliches ein. Bitten Sie die beteiligte Person explizit auf Ihre Körpersprache zu achten und sich zu notieren, was sie als störend, irritierend empfunden hat bzw. was ihr generell auffiel. Ihr Körper spricht die WahrheitNun haben Sie einen ersten Einblick in das gewonnen was Ihr Körper in für Sie kritischen Situationen erzählt. Worauf Sie auf jeden Fall in einem Vorstellungsgespräch achten müssen ist, dass Sie nicht gegen Ihren Körper agieren. D.h. wenn Sie sich bei einem Themenfeld unsicher fühlen oder der Arbeitgeber einen Ihrer wunden Punkte berührt, wird Ihr Körper ausdrücken wie unwohl Sie sich bei diesem Thema fühlen. Sollten Sie nun die Körpersignale Ihres Körpers nicht verbal ausdrücken, bzw. was noch schlimmer wäre, das Gegenteil davon erzählen, was an Ihrem Körper abzulesen ist, wird das Ihr Gegenüber bestenfalls als Unstimmigkeit wahrnehmen, schlimmstenfalls meinen, Sie bei einer Lüge ertappt zu haben. Da das was Sie sagen, nicht dem entspricht was Ihr Körper erzählt. Achten Sie auf Ihre Authentizität. Und nochmals: dabei spielt es keine Rolle, ob Ihr Arbeitgeber um die nonverbale Kommunikation weiß. Er wird es intuitiv fühlen, ob das von Ihnen gesagte auch tatsächlich der Wahrheit entspricht. Denn Ihr Körper lügt nicht. Am besten wird es ankommen, wenn es Ihnen gelingen sollte Blickkontakt zu Ihren Gesprächspartner zu halten und Sie eine freundliche und nette Ausstrahlung verinnerlicht haben. Ein Lächeln entspannt das Gegenüber merklich. Aber Vorsicht: verkehren Sie die Wirkung eines Lächelns nicht durch ein aufgesetztes Dauergrinsen. Vielleicht interessieren Sie auch folgende Beiträge rund um die Vorstellung, das Vorstellungsgespräch? Vorbereitung eines Vorstellungsgesprächs Dont`s und Fettnäpfchen im Vorstellungsgespräch Fragen im Vorstellungsgespräch Kleidung im Vorstellungsgespräch Das Vorstellungsgespräch |
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