Worauf Arbeitgeber noch achten
Arbeitgeber haben ebenso wie Sie nur kurz Zeit um sich einen Eindruck über Ihre Person zu machen. Es gibt einige Dinge, die kein Arbeitgeber bei einem neuen Mitarbeiter wünschenswert findet. Er wird während dem ganzen Gespräch darauf achten (bewusst oder unbewusst), ob Sie durch Ihr Verhalten auf Dinge schließen lassen, die er als Minuskriterium werten würde.
Gemeint sind menschliche Verhaltensweisen, Einstellungen und Werte, die in unserer Gesellschaft generell als negativ empfunden werden. Wir können Ihnen nur mitteilen, was einen Arbeitgeber in der Regel davon abhalten wird, Sie einzustellen, wenn Sie bei einer Begegnung bestimmte unerwünschte Einstellungen, Werte oder Verhaltensweisen zeigen.
Auf die Forschungsreise was an Ihrem Verhalten einen Arbeitgeber auf diese negativen Dinge schließen lassen könnte, müssen Sie durch Selbstreflexion selbst begeben. Hier bietet sich an mit einer neutralen Person Ihres Vertrauens, die ehrlich in ihrem Feedback zu Ihnen sein wird, ein Probevorstellungsgespräch zu halten.
Es dürfte klar sein, dass kein Arbeitgeber daran Interesse haben wird, einen aggressiven Mitarbeiter einzustellen. Doch ebenso klar dürfte sein, dass sich ein Bewerber, sollte er zur Aggression neigen, dies nicht gleich beim Vorstellungsgespräch bereitwillig offenbart. Somit wird ein Arbeitgeber bei einem Vorstellungsgespräch nach Hinweisen Ausschau halten, die ihm Rückschlüsse auf Ihre Persönlichkeit erlauben. Ob diese Rückschlüsse stimmen oder nicht, ist wieder eine andere Sache.
Wenn Sie generell besonders friedliebend und harmoniebedürftig sind, jedoch bei der Erinnerung an Ihren letzten Chef regelrechte Wutanfälle bekommen, sollten Sie bei der Darstellung Ihrer letzten Beschäftigung zu vermeiden suchen, dies in Ihre Schilderung einfließen zu lassen. Denn eine aggressive Darstellung Ihres Verhältnisses zu Ihrem letzten Chef wird Ihnen im Vorstellungsgespräch negativ ausgelegt werden.
Somit ist es tatsächlich wichtig, eine neutrale Person mit dem Feedback zu einem Probevorstellungsgespräch zu betrauen, damit Sie in gemeinsamer Reflexion raus finden können, welche Ihrer Darstellungen welchen Eindruck bei einem Fremden erwecken könnten.
Versuchen Sie in einem Vorstellungsgespräch folgende Rückschlüsse gar nicht erst entstehen zu lassen!
- Rückschlüsse darauf, dass Sie Regeln und Anweisungen Ihrer Vorgesetzten nicht befolgen, sich generell schlecht Obrigkeiten unterordnen können (keine Geschichten darüber, wie Sie Ihren letzten Chef oder Kollegen boykottiert haben, da die Anweisungen falsch waren!)
- Rückschlüsse darauf, dass Sie verantwortungslos und unzuverlässig sind (Pünktlichkeit).
- Rückschlüsse darauf, dass Sie zu Lügen, Unaufrichtigkeit und Übertreibungen neigen (Lebenslauf sollte der Realität entsprechen!).
- Rückschlüsse darauf, dass Sie gerne jammern, die Schuld auf andere abwälzen, sich gerne beschweren (Schilderungen, wie engagiert Sie bei dem letzten Betriebsrat für Ihr Recht gekämpft haben. Erzählungen, dass die Kollegen an Ihrem letzten Arbeitsplatz so böse zu Ihnen waren. etc.)